Schöne Flechtwerke

Geflochtene Materialien wirken edel, kunstvoll und gleichzeitig klassisch zeitlos. Gründe genug also für viele Hersteller, ihre Produkte aus unterschiedlichen Materialien wie Leinen, Bambus, Papier und sogar Porzellan und Kunststoff als Flechtwerke zu präsentieren.

Herstellerin: Silke Decker (www.silkedecker.de)

Geflochtene Objekte aus Porzellan gehören zu den Spezialitäten der Hamburger Produktdesignerin und Künstlerin Silke Decker. Bereits während des Studiums an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg experimentierte sie mit Porzellan, in Verbindung mit Papier, Schwämmen und Wolle. Schließlich entstand der Begriff „Kordelporzellan“.  Silke Decker: Um die Strukturen des Kordelporzellans zu erzeugen, tauche ich Fäden aus Wolle in Gießporzellan und lege sie einzeln über einen Gipskörper zu einem Geflecht aus. Nach einer Trockenzeit lässt sich dieses vom Gips lösen. Wird das Porzellan gebrannt, lösen sich die Fäden auf und zurück bleibt das reine Porzellan.“


Herstellerin: ClaVo Design (www.clavo-design.de)

Die Hamburger Designerin Claudia Vogt wiederum schwört auf Papier: Während ihres Studiums an der AMD Akademie Mode & Design entwickelte sie ihre Leuchte „Trulla“. Sie entsteht aus zufällig gewickelten Papierbändern, deren netzartige Struktur stimmungsvolle Schattenspiele an den Wänden entstehen lässt. Die Leuchten haben einen Durchmesser von bis zu 80 Zentimetern und sind – dank der immer wieder neuen und zufälligen Anordnung der Bänder – Unikate.

Hersteller: Edward Linacre (www.edwardlinacre.com)

Der australische Designer Edward Linacre wiederum hat sich bei der Gestaltung seiner Leuchte „Nest“ gewebte Wabenstrukturen zum Vorbild genommen. Der Schirm besteht aus hauchdünnen, CNC-gefrästen Bambusplatten, die der Kunde im Paket erwirbt und zu Hause zusammensetzt. „Dank der Reduzierung des Produktvolumens lässt sich beim Transport bekanntlich viel Energie sparen“, so der umweltbewusste Designer.